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Igensdorf, 02.11.2011
Wie man bereits aus der Presse entnehmen konnte, hat der Marktgemeinderat in seiner Sitzung vom 19.10.2011 beschlossen, den Auftrag für den Breitbandausbau, vorbehaltlich der Fördermittelbereitstellung zu erteilen.
Hierbei wurde der Telekom der Zuschlag für die Gemarkungen Igensdorf und Dachstadt erteilt, die verschiedene Kabelverzweiger (KVz) mit Glasfaserkabel anbinden und sogenannte Outdoor-DSLAM´s aufstellen würden. Dadurch wären in Igensdorf, je nach Entfernung zum KVz, zwischen 6 - 16 Mbit/s verfügbar, in Dachstadt 2 – 6 Mbit/s.
Für die Gemarkungen Pommer, Pettensiedel und Rüsselbach wurde der Zuschlag an die Firma P2Systems/Econtec erteilt, die ebenfalls Outdoor-DSLAM´s, allerdings an allen KVz´s errichtet, diese jedoch mit Richtfunkstrecken anbindet. Hierfür werden neben jedem DSLAM ein bis zu 10 m hoher schlanker (wenige cm Durchmesser) Antennenmast errichtet. Zudem müssten bis zu 4 Repeater (etwas breitere Antennen mit Solarstromversorgung) im Außenbereich errichtet werden, die die Richtfunkstrecken empfangen und zu den DSLAM´s weiterleiten. Hier wären 10 Mbit/s für private Haushalte verfügbar.
Die Kosten für die gesamte Maßnahme würden sich auf 345 000 € belaufen. Hiervon werden jedoch 100 000 € Fördermittel erwartet.
Für den Förderantrag war die Beschlussfassung wie oben beschrieben notwendig. Insgesamt war der Gemeinderat jedoch nicht hundertprozentig von der Zukunftsträchtigkeit der angebotenen Leistungen überzeugt, weshalb derzeit noch eine weitere Variante geprüft wird. Geplant ist der Aufbau eines eigenen Glasfasernetzes mit Fibre To The Building (FTTB), d.h. das Glasfaser wird bis ins Haus verlegt, was nach einhelliger Meinung die zukunftssicherste Versorgung wäre. Hier könnten derzeit Bandbreiten von 50 Mbit/s garantiert werden.
Für den Betrieb des Netzes würde eine GmbH oder ein Kommunalunternehmen gegründet, mit z.B. der Bezeichnung „unserOrtsnetz-Igensdorf“, die die Leistungen anbietet. Verträge werden dann direkt mit „unserOrtsnetz-Igensdorf“ abgeschlossen.
Klar ist, dass sich bei dieser Möglichkeit so viele Haushalte wie möglich anschließen müssen.
Hierzu werden im November weitere Gespräche zwischen der Gemeinde und der möglicherweise ausführenden Firma stattfinden.
Sollte man im November den Weg des eigenen Glasfasernetzes einschlagen, wird der Auftrag für den Breitbandausbau durch Telekom und P2Systems nicht erteilt.
Matthias Küpfer
Breitbandpate