Unterlindelbacher Scheune im Freilandmuseum
Am 10. August wurde die historische Scheune der Familie Schmidt im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim feierlich eröffnet. Zum Auftakt sorgte die Tanzgruppe des Musik- und Trachtenvereins für die richtige Feststimmung bei den Besuchern an diesem herrlichen Sommertag. Anschließend führte der Musik- und Trachtenverein den Festzug über das Museumgelände zum neuen Standort der Scheune an.
Der Festakt zur Eröffnung fand in der Scheune statt, die bis auf den letzten Platz besetzt war. Der freundlichen Einladung der Museumsleitung waren neben dem Musik- und Trachtenverein auch 1. Bürgermeister Edmund Ulm und 2. Bürgermeister Stefan Gebhardt gemeinsam mit Familie Schmidt sowie vielen Nachbarn aus Unterlindelbach gefolgt. Auch Altbürgermeister Erwin Zeiß ließ es sich nicht nehmen, an diesem wichtigen Tag dabei zu sein. Der Marktgemeinderat war vertreten durch Georg Prieß, Barbara Poneleit und Edeltraud Rösner.
Museumsleiter Dr. Herbert May freute sich über die große Abordnung aus dem Markt Igensdorf und informierte über das Zustandekommen des Projekts und die baulichen Besonderheiten des Gebäudes. Bereits im Oktober 2013 konnte das zur Hofstelle gehörende ehemalige Wohnhaus, besser bekannt als „Sporer-Haus“, auf dem Museumsgelände eröffnet werden. Nun sind Haus und Scheune endlich wieder vereint und bilden ein baugeschichtlich bedeutendes Beispiel für eine Hofanlage in der südlichen Fränkischen Schweiz. Fast 50 Jahre nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges ließ Konrad Sporer 1696 den Bauernhof errichten, der bis in die jüngste Zeit auch als »Sporerhof« bezeichnet wurde. Der Vorgängerbau war im Krieg zerstört worden.
Erster Bürgermeister Edmund Ulm erinnerte in seiner Ansprache an die über 300-jährige Geschichte der Hofstelle und die damit verbundenen Geschichten der Menschen, die im Laufe der Zeit auf dem Hof geboren wurden, hier lebten und verstarben. Sie prägten das Leben im Dorf ebenso wie Knechte und Mägde, die hier einst im Dienst waren. Auch Bürgermeister Ulm würdigte das Engagement aller an der Rettung der Scheune Beteiligten, die dafür gesorgt haben, dass Scheune und Wohnhaus nun wieder vereint nebeneinander stehen und die Hofgebäude als Zeugnis dörflicher Kulturgeschichte erhalten bleiben.